Die Seele schläft nie. Sie ist immer wachsam, auch in der Nacht, wenn wir uns in bedingung-slosem Vertrauen und ahnungslos dem tiefsten Schlaf hingeben. Dann kommt der Traum als Glücksfall oder Unglücksfall, als etwas, das vom Tag in die Nacht übergeht, er nimmt uns an die Hand und führt uns ins alte Vertraute, oder neue Unbekannte. Er lässt uns nicht kalt. Berührende Gedankenfetzen, Landschaften, Personen und Geschichten, die uns erinnern und emotional berühren. Der Traum an der Stelle des Wachens. Wir wissen, dass es Bewusstsein ist, doch wir wissen nicht, wessen wir uns bewusst oder unbewusst sind und was uns auf der Leinwand der Nacht mitgeteilt wird. Sind wir aus der Wildnis der Angst entflohen, oder aus dem Glücksparadies erwacht? 

Meistens verschwinden die Bilder und die Emotionen zur Morgenstunde. Aber oft bleiben sie bei uns sitzen und wollen zu Ende erzählt und gedacht werden. Manchmal im Gespräch, oder durch Malen, damit die Botschaft, die sie uns mitbringen, entschlüsselt werden kann. Die Träume sind nicht nur Wegweiser auf dem Lebensweg, sie führen den Träumenden zu sich selbst und zeigen nicht nur Prozesse, die in uns ablaufen, sondern auch Lösungen auf, die das Unterbewusstsein zu Tage fördert. Sie sind der Schlüssel zur verborgenen Tür unserer Seele.

 

TRÄUME ALS BILDER / TRAUM-TAGEBÜCHER: